2015-12-11 ESV vs. Straubing

Eisbären Würzburg 2 : 3 EHC Straubing
11 Dez 2015 - 20:00Würzburg, Eisbahn

Spannung bis zur letzen Sekunde bei den Eisbären

Würzburg, 14. Dezember 2015: Die Eishockeysaison 2015/16 ist auch in Würzburg voll in Fahrt. Vergangenen Freitag war der EHC Straubing am Nigglweg, zu Gast. Die Niederbayern rangierten vor dem Spiel auf dem zweiten Tabellenplatz, was klar machen sollte, dass hier kein einfacher Gegner der Bezirksliga Gruppe 1 antrat. Dennoch, oder gerade deswegen, schickte Head-Coach Tomas Valko seine Mannen um Kapitän Jasper Pleyer mit vier Reihen vollmotiviert ins Spiel.

Kein frühes Tor kassieren, war die Devise der Würzburger und so begannen beide Teams mit munterem Offensiv-Eishockey. Straubing ging sofort körperbetont ins Spiel, was die erste Zwei-Minutenstrafe in der 2. Minute ebenso nach sich zog wie eine fast zwei Minuten dauerende 5 gegen 3 Überzahl für die Hausherren ab der 6. Minute. Doch der Gastgeber konnte die Chancen nicht nutzen, was sich in der 13. Minute rächte, als Marvin Nerb für Straubing die erste Überzahlsituation nach einer Einzelaktion nutzte. Nur eine Minute später klingelte es durch Sven Holland erneut im Würzburger Kasten. Nun schafften es die Eisbären Ruhe ins Spiel zu bekommen, konnten ihrerseits gute Chancen jedoch nicht verwerten und gingen mit einem 0:2 Rückstand in die Pause.

Das Mitteldrittel ist schnell erzählt. Zwei ungenutzte Überzahlsituationen auf beiden Seiten und gute Paraden des Würzburger Torhüters Michael Dresel sowie seines Gegenübers führten dazu, dass auf beiden Seiten kein weiteres Tor verbucht werden konnte. In der Drittelpause folgten wieder die Pausenspiele „Triff das Tor bzw. die Mitte“ deren Gewinner jeweils einen Kasten von Eisbären-Hauptsponsor Kauzen Bräu mit nach Hause nehmen durften. So waren die rund 80 Zuschauer wieder einmal mit ins Geschehen einbezogen worden.

Im Schlussdrittel gab es weiterhin gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Straubing konnte eine davon in der 46. Minute durch Patrick Schremp zum 0:3 nutzen und so schien das Spiel verloren. Doch Eisbären kämpfen bekanntlich bis zum Schluss und so führte ein Pass von Stan Kacir auf Alex Durnev und dessen gezielter Schuss in der 57. Minute für den 1:3 Anschlusstreffer. Nun nahm Würzburg die Auszeit und in der Folge den eigenen Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. 23 Sekunden vor Schluss kam der Puck erneut von Stan Kacir, dieses Mal auf Lukas Linnartz, dessen Schuss abgefälscht zum 2:3 im Gästetor einschlug. Die Spannung an der Eisbahn am Fuße der Festung Marienberg war nun fast unerträglich. Ein letztes Mal kämpften sich die Jungs nach dem Bully vor das Straubinger Tor, doch die Scheibe ging verloren und so konnten die Gäste aus Niederbayern sich nach Abpfiff über drei Punkte auf ihrem Konto freuen.

Dennoch gab es den gebührenden Applaus der Zuschauer für die Leistung der Eisbären.„Straubing war vor dem Spiel sicher der Favorit, aber ich hab meinen Jungs gesagt, dass wir das so nicht stehen lassen wollen. Mit einer ordentlichem Einsatz haben wir auch gut dagegengehalten. Leider kamen die Tore etwas zu spät, so dass wir uns letztlich geschlagen geben mussten,“ so der Würzburger Trainer nach dem Spiel. Und weiter: „Super, dass wir bis zum Ende gekämpft haben. Das will ich sehen. Wenn nächsten Freitag Schweinfurt zum Derby kommt, brauchen wir diese Leidenschaft ebenso wie die Unterstützung der Zuschauer. Ich freue mich schon auf das Spiel!“  

Das Derby gegen die 1B der Mighty Dogs aus Schweinfurt nächsten Freitag ist das letzte Spiel des Jahres. Dafür wünschen sich die Verantwortlichen des ESV Würzburg nochmal volles Haus um vor heimischem Publikum ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk einzufahren. Bully ist um 20 Uhr auf der Eisbahn am Nigglweg. Karten können wie immer an der Abendkasse erworben werden.

 

Hier eine Galerie mit Bildern des Spiels: (Fotos: B. Wiedenhofer)

 

Aufstellung:
ESV Würzburg
Tor: #29 A. Weiß & #30 M. Dresel
Verteidigung: #09 V. Chernyavsky, #05 A. Durnev „A“, #13 L. Linnartz, #24 D. Kusmin „A“, #27 V. Zecher, #03 J. Filipp, #26 T. Schuster, #16 F. Mundl,
Sturm: #19 S. Kacir, #11 F. Menzel, #20 T. Mundl, #25 J. Pleyer „C“, #14 C. Feulner, #10 A. Dresel, #12 J. Förster, #07 K. Niedermüller, #07 K. Niedermüller, #15 D. Reiß, #28 M. Zösch, #23 M. Mustaf

EHC Straubing
Tor: #30 B. Hof, #32 A. Korber
Verteidigung:  #07 G. Fuchs „C“, #31 K. Karl, #77 C. Wittenzellner, #84 A. Hendel,  #18 M. Nerb
Sturm: #18 N. Dunzl, #06 S. Holland „A“, #71 C. Prasch, #10 Gaul S., #12 P. Schremp, #49 P. Risse, #16 C. Hendl, 79 F. Hillmeier „A“, #09 M. Amberger

Tore: 
0 : 1 | 13. Min. | R. Nerb
0 : 2 | 14. Min. | S. Holland (P. Risse)
0 : 3 | 46. Min. | P. Schremp (S. Holland)
1 : 3 | 57. Min. | A. Durnev (S. Kacir)
2 : 3 | 60. Min. | L. Linnartz (S. Kacir)

Strafen:
Würzburg: 8
Straubing: 14