2015-12-18 ESV vs. Schweinfurt

Eisbären Würzburg 7 : 2 ERV Schweinfurt 1B
18 Dez 2015 - 20:00Würzburg, Eisbahn

DERBYSIEGER – Eisbären bezwingen Mighty Dogs 1B deutlich mit 7:2

Würzburg, 21. Dezember 2015: Am vergangenen Freitag hieß es wieder einmal DERBYZEIT in Würzburg. Bei für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen 10 Grad hatten sich zirka 140 Fans im Eisbärengehege am Nigglweg eingefunden um das Derby zwischen den Eisbären des ESV Würzburg und dem ERV Schweinfurt 1B zu sehen. Sie sollten es nicht bereuen!

Das Spiel begann planmäßig 20:00 Uhr und es waren nicht einmal 20 Sekunden gespielt, als das erste Mal unterbrochen werden musste. Doch was war passiert? Beim ersten Schlagschuss der Schweinfurter zerbarst ein Schläger, sodass sich viele Holzteile auf dem Eis wiederfanden und der Eismeister gezwungen war diese mit einem Besen zu entfernen. Beide Mannschaften nutzen die kurzzeitige Unterbrechung um sich auf dem Eis warmzuhalten und nach 5 Minuten konnte das Spiel fortgesetzt werden. Es begann ein offener Schlagabtausch und man erkannte, dass beide Mannschaften heute einen Sieg erringen wollten. Nach 6 Minuten musste Max Zösch 2 Minuten auf der Strafbank wegen eines Stockschlags absitzen und die Schweinfurter versuchten ihr Powerplay aufzuziehen, konnten allerdings in den gesamte Überzahlsituation keinen richtigen Druck aufs Gehäuse vom Würzburger Goalie Vadim Chernyavsky aufbauen oder selbiger vereitelte die Schüsse. Somit ging das Spiel ohne ein Tor weiter bis zur 14 Spielminute, als der Schweinfurterin Tamas 2 Minuten wegen Behinderung bekam. Nun war die erste Chance des Spiels für die Würzburger im Powerplay da und dieses konnte 10 Sekunden vor Ablauf der Strafe auch mit dem ersten Tor des Spiels genutzt werden – Maxim Mustaf schoss Würzburg zum 1:0. Bereits 43 Sekunden später musste der gegnerische Goalie Wilhelm das 2. Mal hinter sich greifen, als Max Zösch das Zuspiel von Jaroslav Dergunov zum 2:0 für Würzburg nutze. Im folgenden Angriff des ERV kam es vor dem Würzburger Gehäuse zu einem Stockschlag des Schweinfurter Assistenten Bauer. Hierauf antwortete der Würzburger Christian Feulner mit körperlicher Präsenz, was ihm 2 Strafminuten wegen unnötiger Härte einbrachte. Somit ging es mit vier gegen vier weiter. Nach knapp einer Minute schickten die Unparteiischen den nächsten Schweinfurter vom Eis: deren Goalie bekam eine 2-Minutenstrafe wegen unkorrektem Körperangriffs. Diese Strafe wurde durch Belov abgesessen. Im zweiten Powerplay der Eisbären sollte nun auch der nächste Treffer fallen. Nachdem die Aufstellung im Angriffsdrittel gefunden war dauerte es knapp 50 Sekunden bis der Würzburger Stan Kacir das Zuspiel von Max Zösch und Alexander Durnev zum 3:0 verwerten konnte. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Drittelpause, in der beim Pausenspiel „Triff das Tor“ Felix N. den Gutschein für eine Kiste Bier des Hauptsponsors Kauzen Bräu gewann.

Nach der Pause begann das 2. Drittel des Abends spielerisch mit einem Hin und Her – man konnte erkennen, dass die Schweinfurter das Ergebnis bis dahin nicht auf sich sitzen lassen wollten. Bereits nach 150 Sekunden fanden sie sich allerdings in der nächsten Unterzahl wieder, nachdem Berndaner den Angriff der Würzburger nur durch Haken unterbinden konnte. Ein Tor sollte in dieser Unterzahl nicht fallen, allerdings bekamen die Würzburger selbst 2 Strafen: 15 Sekunden bevor die Schweinfurter wieder komplett waren, war es erneut Max Zösch 2 Minuten wegen Beinstellens und nur 8 Sekunden später auch Dominik Reiß der wegen Behinderung auf die Strafbank musste. Somit fanden sich die Eisbären, die eben noch im Powerplay waren in einer 5:3 Unterzahlsituation wieder. Durch das gemeinschaftliche Kämpfen der Mannschaft konnte die doppelte Unterzahl allerdings ohne Gegentreffer überstanden werden. In der 31. Spielminute sicherte sich der Würzburger Stan Kacir seinen 2. Treffer des Abends, indem er einen Schuss zum 4:0 Zwischenstand nach einem Alleingang verwandelte. Auch das folgende Powerplay der Würzburger nach einer Strafe gegen den Schweinfurter M. Räth wegen Beinstellens konnten die Hausherren zum 3. Überzahltor nutzen. Der Würzburger Mustaf Maxim bediente Stan Kacir, welcher den Puck auf Alexander Durnev passte und diesem so die Möglichkeit gab mit einem gezielten Schuss das 5:0 zu erzielen. Nur eine Minute später fanden sich die Würzburger nach einem Ellbogencheck von Janis Fillipp erneut in Unterzahl wieder. Aber wie schon zuvor konnte sie durch eine mannschaftliche Leistung ein Gegentor verhindern. Die 26 Sekunden ab der 38. Spielminute sollten die Torreichsten des Spiels werden. Den ersten Treffer für die Gäste aus Schweinfurt erzielte Ryder auf Zuspiel von Kücher und Dumor zum Zwischenstand von 5:1 und nur 5 Sekunden später fiel dann auch das 2. Tor. Der Schuss des Schweinfurters M. Räth wurde durch den Schlittschuh eines Würzburger Verteidigers für den starken Würzburger Goalie unhaltbar abgefälscht und so stand es nun 5:2. 9 Sekunden später fanden sich der Schweinfurter J. Räth und der Würzburger Thomas Schuster jeweils 2 Minuten wegen unnötiger Härte auf der Strafbank wieder. Die Antwort auf die beiden schnellen Gegentreffer des ERV gab es nur 12 Sekunden später der Würzburger Max Zösch, als er das Zuspiel von Maxim Mustaf zum 6:2, dem Zwischenstand nach dem 2. Drittel, verwandelte. Im 2. Pausenspiel des Abends konnte sich Marco G. über den Gutschein der Traditionsbrauerei Kauzen Bräu freuen – sein Puck war dem Mittelbullypunkt am nächsten liegengeblieben.

Das letzte Spieldrittel war geprägt durch Strafen, welche überwiegend durch die Heimmannschaft gezogen wurden. So saß in der 41. Spielminute der Würzburger Thomas Schuster 2 Minuten wegen hohen Stocks auf der Strafbank und nach Ablauf der Strafe der Schweinfurter Grüner wegen unkorrektem Körperangriffs. Die folgenden 3 Strafen der Würzburger durch Stan Kacir in der 52. Spielminute wegen Beinstellens, Florian Mundl in der 55. Spielminute wegen Hakens und Lukas Linnartz in der 56. Spielminute wegen hohen Stocks blieben ohne Gegentor für die Eisbären. Die letzte Strafe des Spiels, in der 58. Spielminute durch Alexander Durnev wegen Hakens, nutzte der Würzburger Stan Kacir in einem sehenswerten Alleingang mit einem Shorthander (Unterzahltor) zum 7:2 Endstand: nach der Eroberung der Scheibe stürmte er allein auf das gegnerische Tor zu, verzögerte kurz und schob den Puck am Goalie vorbei, womit er seinen Hattrick an diesem Tag perfekt machte.

Mit einem Sieg und dem 6. Tabellenplatz verabschieden sich die Eisbären in die Weihnachtspause und hoffen im neuen Jahr an die starken Leistungen anzuknüpfen. Nach einem Auswärtsspiel beim Tabellenführer in Ingolstadt am 10.01.16 wird das erste Heimspiel in der 2. Hälfte der Saison am 15.01.16 in Würzburg gegen die 1B aus Pfaffenhofen stattfinden.

Der ESV Würzburg wünscht allen Mitgliedern, Fans und Sponsoren ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

 

Aufstellung:
ESV Würzburg
Tor: #29 V. Chernyavsky, #30 M. Dresel
Verteidigung: #05 A. Durnev „A“, #16 F. Mundl, #24 D. Kusmin „A“, #27 V. Zecher, #03 J. Filipp, #17 J. Dergunov, #26 T. Schuster
Sturm: #19 S. Kacir, #11 F. Menzel, #20 T. Mundl, #25 J. Pleyer „C“, #14 C. Feulner, #10 A. Dresel, #08 W. Mehler, #15 D. Reiß, #12 J. Förster, #26 T. Schuster, #13 L. Linnartz, #07 K. Niedermüller, #28 M. Zösch, #23 M. Mustaf

ERV Schweinfurt 1B
Tor: #15 O. Winter, #27 T. Wilhelm
Verteidigung: #02 J. Tamas, #04 S. Krause, #09 T. Mehrl, #34 M. Trojok, #43 M. Räth, #44 T. Berndaner, #47 C. Hengst „C“, #52 M. Bauer „A“
Sturm: #08 L. Dumor, #22 V. Özalp, #28 V. Belov, #74 D. Kücher „A“, #77 C. Ryder, #93 P. Grüner, #95 J. Rath, #10 H. Dürr, #14 A. Weißer

Tore:
1 : 0 – 16. Min. – M. Mustaf
2 : 0 – 17. Min. – M. Zösch (J. Dergunov)
3 : 0 – 19. Min. – S. Kacir (M. Zösch, A. Durnev)
4 : 0 – 31. Min. – S. Kacir
5 : 0 – 34. Min. – A. Durnev (S. Kacir, M. Mustaf)
5 : 1 – 38. Min. – C. Ryder (D. Kücher)
5 : 2 – 38. Min. – M. Räth
6 : 2 – 38. Min. – M. Zösch (M. Mustaf)
7 : 2 – 59. Min. – S. Kacir

Strafzeiten:
ESV Würzburg: 22 Min.
ERV Schweinfurt 1B: 16 Min.