2018-02-24 Fighting Ducks Schwandorf vs. Eisbären 1B

Fighting Ducks Schwandorf 4 : 3 Eisbären Würzburg 1B
24 Feb 2018 - 18:00Eishalle Mitterteich

Knappe Niederlage im ersten Playoff-Spiel gegen Schwandorf

Mitterteich / Würzburg, 25. Februar 2018: Die Vorzeichen standen denkbar schlecht, als sich am letzten Samstag im Februar 2018 die Jungs der Eisbären 1B auf den Weg nach Mitterteich machten, um in der ersten Partie des Playoff-Halbfinales die Fighting Ducks Schwandorf herauszufordern. Grund war neben den vielen Verletzten, die sich über die Saison angesammelt hatten, auch eine massive Grippewelle, die den Kader deutlich dezimierte. Nachdem sogar am Tag der Partie selbst noch Absagen erfolgten, reiste Spielertrainer Michael Saller lediglich mit neun Feldspielern und einem Goalie in die Oberpfalz. Klar war, dass man an diesem Tag klarer Aussenseiter war, hatte man doch alle Aufeinandertreffen mit den Schwandorfern beim Turnier in Mitterteich bisher verloren und musste in diesem wichtigen Spiel noch auf einige Stammkräfte verzichten. Die Ausrichtung war daher: hinten so gut es geht dicht machen und mit Entlastungsangriffen vielleicht den ein oder anderen Treffer erzielen.

Nach misslungenem Start drehen die Eisbären die Partie in eine Führung

Es waren gerade einmal 55 Sekunden gespielt, als der Puck das erste Mal im Eisbären Tor landete. M. Hecht gewann das Bully im Würzburger Drittel und D. Garban versenkte unhaltbar für den ESV-Goalie Robin Müller zum 1:0 für die Gastgeber. Manch einer auf Seiten der Schwandorfer mag sich in diesem Moment auf einen ruhigen Abend eingestellt haben, doch es sollte anders kommen. Würzburg stand fortan defensiv sicher und konnte mit schnellen Kontern immer wieder Nadelstiche setzen. In der 11. Minute war es ein solcher Konter bei dem Max Reindl seinen Sturmpartner Dominik Kleiner auf die Reise schickte. Dessen Schuss misslang zwar und dennoch gab es kurz später Grund zum jubeln. Denn M. Grauvogl, der ansonsten sichere Rückhalt im Tor der Schwandorfer, hatte hier einen Bock gebaut und so trudelte die Scheibe langsam über die Torlinie. Die Freude auf Seite der Gäste über dieses 1:1 war lautstark und das Erfolgserlebnis gab dem Team Mut. So spielte man in der Folge besser mit, auch wenn die Kampfenten die spielbestimmende Mannschaft blieb. Dennoch waren es erneut die Eisbären, die sich in der 17. Minute über einen weiteren Treffer freuen durften. Ein Scheibengewinn von Kapitän Benjamin Wiedenhofer im eigenen Drittel fand den Weg über Paul Zimmermann zu Sergej Durnev, der sich die Chance allein vor des Gegners Tor nicht entgehen ließ und so die 2:1-Führung für Würzburg herstellte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause, wobei die Würzburger nun nur noch acht Feldspieler im Aufgebot hatten, nachdem Jozsef Matei unglücklich von einer Scheibe am Kinn getroffen wurde und erst mal medizinisch versorgt werden musste.

Fighting Ducks können Überlegenheit nicht entsprechend nutzen

Der Mittelabschnitt begann, wie das 1. Drittel geendet hatte. Die Fighting Ducks Schwandorf machten Druck, doch die Eisbären verteidigten konzentriert, blockten viele Schüsse und wenn doch einer durchkam, war Robin Müller zur Stelle. Und so kam es, dass ein neuerlicher Konter von Michael Saller auf Max Reindl und weiter auf Dominik Kleiner von diesem zum 3:1 (28. Min.) verwandelt wurde. Lag hier eine Sensation in der Luft? Die Ernüchterung für die Gäste sollte jedoch nicht lange auf sich warten, denn nur zwei Minuten später konnte P. Vastl einen unkonzentrierten Moment der Würzburger Verteidigung nutzen und alleine vor dem Tor zum 3:2 einschieben. Eine Strafzeit auf Seiten der Würzburger – Paul Zimmermann saß zwei Minuten wegen Beinstellen – hingegen blieb ohne Folge und so gingen die Jungs vom Main mit einem 1-Tore Vorsprung in die letzten 20 Minuten.

Schneller Ausgleich der Hausherren

Die Devise der Unterfranken für den Schlussabschnitt war klar: irgendwie den Vorsprung halten und wenn möglich sogar noch ein Tor nachlegen. Doch bereits nach 25 Sekunden sollte dieser Wunsch hinfällig sein, denn der Schwandorfer M. Hecht stellte das 3:3 her. Da noch jede Menge Zeit zu spielen war und die Kampfenten fast drei komplette Reihen aufzubieten hatten, folgte nun ein ordentliche Angriffswelle auf das ESV-Tor. Doch die Mannschaft gab alles, kämpfte um jede Scheibe und hatte in der ein oder anderen Szene auch das Glück auf ihrer Seite. Eine Überzahlsituation für den ESV konnte auf Grund der immer mehr schwindenden Kräfte nicht genutzt werden, allerdings blieb man auch ohne Gegentreffer. Eine knifflige Situation 75 Sekunden vor Schluss sorgte dafür, dass Robin Müller zwei Minuten für Beinstellen zugesprochen bekam, doch auch die personelle Überlegenheit konnten die Enten nicht nutzen und so sollte die Entscheidung im Penaltyschießen fallen.

Schwandorf bleibt im Penaltyschießen abgeklärter

Drei Schützen mussten auf jeder Seite bestimmt werden. Die Gastgeber durften Vorlegen und konnten durch S. Müller zunächst in Führung gehen. Max Reindl hingegen fand seinen Meister im Schlussmann der Schwandorfer und somit wurde der Druck für den zweiten Schützen der Eisbären schon deutlich größer. Auch Dominik Kleiner, der gefühlt 50 Minuten Eiszeit bekommen hatte, scheiterte, vielleicht auch auf Grund der des kräftezehrenden Spiels und so konnte M. Hecht mit seinem verwandelten Penalty den Sieg für Schwandorf besiegeln.

“Ich bin extrem Stolz auf das Team. Nach dem schnellen Rückstand wurde der Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern wir haben uns sogar zu einer 3:1 Führung zurückgekämpft. Wenn man bedenkt, dass wir über weite Strecken nur acht Feldspieler hatten und viele Stammspieler gefehlt haben, war das aller Ehren wert. Alle haben eine grandiose Leistung mit Kampf und Einsatz gezeigt, doch am Ende fehlten einfach die Kräfte. Respekt dennoch an das Team. So geht der Sieg für die Schwandorfer sicher in Ordnung, auch wenn wir es uns anders gewünscht hätten und Penaltyschießen immer auch ein Stück weit mit Glück zu tun hat.“ – Michael Saller, Spieler-Trainer Eisbären Würzburg 1B

Spannend und fair war sie, die erste Partie, der Playoff-Halbfinalserie. Für die Eisbären bleibt zu hoffen, dass im Rückspiel wieder ein etwas breiterer Kader zur Verfügung steht, denn dieser wird sicherlich nötig sein, um den Enten mehr entgegenzusetzen und so vielleicht ein drittes Spiel zu erzwingen. Das zweite Aufeinandertreffen findet am Sonntag, 4. März 2018 um 19.00 Uhr in der Eissporthalle Bad Kissingen statt. Unterstützung auf den Rängen ist wie immer erwünscht – der Eintritt ist FREI! 

Statistik

Aufstellung:
Fighting Ducks Schwandorf:
Tor: M. Grauvogl
Verteidigung: C. Pitschat “C“, S. Grauvogl, W. Frenzel, F. Hofmann, S. Thoma
Sturm: M. Schöbel, S. Spindler “A“, S. Wittmann, S. Müller, D. Kaufmann “A“, P. Vastl, M. Hecht, D. Garban, A. Grabinger

ESV Würzburg 1B
Tor: R. Müller
Verteidigung: B. Wiedenhofer “C“, M. Saller “A“, E. Kremer, P. Zimmermann
Sturm:  J. Matei, D. Kleiner “A“, M. Reindl, R. Varga, S. Durnev

Tore:
1 : 0 | 01. Min. | D. Garban (M. Hecht)
1 : 1 | 11. Min. | D. Kleiner (M. Reindl)
1 : 2 | 17. Min. | S. Durnev (P. Zimmermann, B. Wiedenhofer)

1 : 3 | 28. Min. | D. Kleiner (M. Reindl, M. Saller)
2 : 3 | 30. Min. | P. Vastl (M. Hecht)

3 : 3 | 41. Min. | M. Hecht (P. Vastl)

4 : 3 | Shootout | M. Hecht

Strafzeiten:
Fighting Ducks Schwandorf: 2 Min.
ESV Würzburg: 4 Min.