2017-11-19 Nürnberg Hurricans vs. Eisbären 1B

Nürnberg Hurricans 5 : 3 Eisbären Würzburg 1B
19 Nov 2017 - 09:45Arena Nürnberg

Eisbären 1B verschenkt möglichen Sieg bei den Hurricans Nürnberg

Nürnberg/Würzburg, 19. November 2017: Der Start in die neue DNHL Saison war der 1B des ESV Würzburg mit dem Sieg in Höchstadt gegen die dortigen Penalty Devil Ducks geglückt. Nun sollte das Team um Kapitän Benjamin Wiedenhofer nachlegen. Die Aufgabe war jedoch alles andere als eine leichte, denn mit den Nürnberg Hurricans stand nicht nur ein bis dato unbekannter Gegner auf dem Programm, sondern zugleich auch der Meister der vorangegangen Saison in der DNHL 4. Gewarnt war das Team vom Main also und so gab Spielertrainer Michael Saller die Anweisung aus, von Anfang an wach zu sein und Druck zu machen.

Eisbären bestimmen den ersten Abschnitt

Dieser Forderung kamen die Mannen, die mit drei kompletten Reihen zum doch recht frühen Anpfiff um 9.45 Uhr in der Arena Nürnberg angetreten waren, sogleich nach. Die Mannschaft setzte sich in des Gegners Drittel fest und prüfte Sven Bauer, den wie sich herausstellen sollte starken Rückhalt im Tor der Gastgeber, direkt einige Male. Doch bereits in der 5. Minute konnte Assistenzkapitän Michael Hörner einmal mehr mit einem gezielten Schuss nach Vorlage von Max Reindl die 0:1 Führung für die Eisbären erzielen. Mit dem Selbstbewusstsein des Treffers machte man genau da weiter und konnte sich so noch die ein oder andere Großchance herausspielen. Die beste Möglichkeit hatte dabei Ulf Lesczensky im Zwei gegen Null mit dem Torschützen des ersten Treffers, doch die Möglichkeit blieb ungenutzt. Kurz vor der Sirene zum Ende des ersten Drittels, war es dann eine Co-Produktion von Ulf Lesczensky, Michael Hörner und abschließend Max Reindl, die letztlich dazu führte, dass der gegnerische Goalie das zweite Mal überwunden werden konnte. Mit dieser Führung ging es in die Pause.

Hurricans drehen das Spiel

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie langsam ausgeglichener, doch zunächst hatten die Gäste weiter die größeren Chancen. Doch die Gastgeber wollten ganz offensichtlich das Feld nicht kampflos überlassen und so führte die erste Strafzeit durch Paul Zimmermann in der 30. Minute nach einem Zuordnungsfehler in der Defensive zum ersten Gegentreffer. Andreas Bayerlein hatte den „Bauerntrick“ versucht und auch wenn es so schien, dass Robin Müller im Würzburger Tor, die Chance vereitelt hatte, fand sich die Scheibe letztlich hinter der Linie wieder (32. Min.). Schon mit dem nächsten Angriff folgte der Ausgleich nachdem Max Partl (33. Min.) die Würzburger Abwehr klassisch überlaufen hatten und dem Eisbären Schlussmann keine Chance zur Abwehr ließ. Somit stand es wieder unentschieden. Der Wirbelsturm spielte weiter seine Stärken aus und da die Würzburger zunächst wie in Schockstarre schienen war das 3:2 nach dem nächsten Alleingang von Max Ritter kurz vor der Pausensirene die logische Folge.

Spielerische Überlegenheit der Würzburger führt nicht zum Erfolg

Doch es blieben noch 20 Minuten um das Ergebnis aus Würzburger Sicht wieder herumzureißen. Coach Michael Saller zog die Reißleine, stellte taktisch massiv um und nun folgte wieder ein wilder Sturm auf das Tor der Hurricans. Logische Folge war der 3:3-Ausgleichstreffer in Überzahl durch Dominik Kleiner auf Zuspiel von Matthias Maier. Doch auch jetzt hatten die Nürnberger eine Antwort parat: so war es wieder Max Ritter, der nach einem abgefangenen Schuss blitzschnell umschaltete und Richtung Eisbären Tor marschierte. Der Würzburger Kapitän musste ihn ziehen lassen und bekam die Strafzeit wegen Haltens nur nicht zugesprochen, weil der Nürnberger mit einem aus Gästesicht unglücklichen Schuss durch die Beine des Würzburger Schlussmanns den Treffer markierte (51. Min.). Coach Saller setzte nun alles auf eine Karte, formierte die Mannschaft extrem offensiv und nahm 90 Sekunden vor Schluss letztlich seinen Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Und nochmal hatte man den Ausgleich auf dem Schläger, doch fehlte am Ende auch das nötige Scheibenglück. So landete diese abermals bei Max Ritter, der mit einem zielgenauen Schuss aus dem eigenen Drittel den Endstand von 5:3 markierte und damit seinen Hattrick perfekt machte.

„Solche Partien will ich nicht öfter erleben. Wir waren, was die Spielanteile angeht, sicherlich die überlegene Mannschaft, aber uns hat einfach die Abgebrühtheit und das nötige Quentchen Glück vor dem gegnerischen Kasten gefehlt. Die Hurricans haben genau damit gepunktet und somit, wenn auch glücklich, gewonnen. Glückwunsch zum Sieg. Mit meinem Team werde ich vor allem zur Leistung und Einstellung nach den beiden ersten Gegentreffern im 2. Drittel nochmal ein Hühnchen zu rupfen haben. Eine verdiente 2:0-Führung sich so aus der Hand nehmen zu lassen und dann noch mit einer Niederlage nach Hause zu fahren, hat mich enttäuscht und darf nicht passieren. Allerdings ist die Saison noch jung und es war ja an sich kein schlechtes Spiel von uns. Es gilt nun nur die Fehler abzustellen, damit es in der nächsten Partie besser läuft!“ – Michael Saller, Spieler-Trainer Eisbären Würzburg 1B.

Die Möglichkeit für Wiedergutmachung gibt es bereits am kommenden Montag, denn dann trifft die Mannschaft in Neumarkt auf die dort ansässigen Eagles. Ein weiterer unbekannter Gegner, den man sicher nicht unterschätzen darf. „Wir erwarten in Neumarkt das erste Mal Frei-Eis in dieser Saison. Normalerweise ist das ja genau unser Metier, da wir das vom Eisbärengehege gewohnt sind. In diesem Jahr waren wir allerdings auf Grund der Renovierung am Nigglweg noch nicht einmal auf Eis unter freiem Himmel und so haben uns die Neumarkter dahingehend sicher etwas voraus. Dennoch werden wir kämpfen und uns dann hoffentlich auch belohnen, um mit drei Punkten aus der Oberpfalz zurückzureisen,“ so Kapitän Benjamin Wiedenhofer zum anstehenden Spiel. Anpfiff in Neumarkt ist am Montag, den 27. November 2017 um 19.30 Uhr.

Statistik

Aufstellung:

Nürnberg Hurricans
Tor: S. Bauer & M. Langner
Verteidigung: S. Arold, S. Lipinski, C. Hübl „A“, A. Bayerlein, D. Steiner
Sturm: T. Neubert „C“, M. Ritter, F. Ritter „A“, M. Partl, F. Partl, C. Wittek, D. Raum, N. Povana

ESV Würzburg 1B
Tor: R. Müller
Verteidigung: B. Wiedenhofer „C“, M. Saller, A. Bauer „A“,  D. Brancaleoni, M. Scheel, P. Zimmermann
Sturm:  M. Hörner „A“, J. Matei, P. Kohnle, D. Pätzold, U. Lesczensky, P. Hedke, D. Kleiner, M. Reindl, M. Maier,

Tore:

0 : 1 | 05. Min. | M. Hörner (M. Reindl)
0 : 2 | 20. Min. | M. Reindl (M. Hörner, U. Lesczensky)

1 : 2 | 32. Min. | A. Bayerlein (M. Ritter) | PP 5vs4
2 : 2 | 33. Min. | M. Partl (C. Hübl)
3 : 2 | 40. Min. | M. Ritter

3 : 3 | 47. Min. | D. Kleiner (M. Maier) | PP 5vs4
4 : 3 | 51. Min. | M. Ritter
5 : 3 | 60. Min. | M. Ritter (C. Hübl) | Empty Net

Strafzeiten:

Nürnberg Hurricans: 6 Min.
ESV Würzburg: 2 Min.