2017-01-08 Bears vs. Eisbären 1B

Nürnberg Bears 0 : 3 Eisbären Würzburg 1B
08 Jan 2017 - 22:15Eisstadion Höchstadt, Kieferndorfer Weg 76 91315 Höchstadt a.d. Aisch

Revanche der Eisbären 1B gegen die Nürnberg Bears erfolgreich geglückt

Höchstadt/Würzburg, 08. Januar 2017: Das Auftaktspiel der aktuellen Saison Ende November und die schmerzhaft Heimniederlage der Eisbären Würzburg 1B gegen die Nürnberg Bears hatte das Team von Spielertrainer Michael Saller zweifelsohne noch im Kopf, als es am Sonntag Abend zum Rückspiel Richtung Höchstadt ging. Man wollte Revanche, schließlich war die 2:7-Niederlage in Würzburg, gemessen an den Spielanteilen, deutlich zu hoch ausgefallen und die Bears in diesem Aufeinandertreffen einfach unglaublich effektiv gewesen. Die Eisbären 1B startete also motiviert in das Spiel und nach zuletzt drei Siegen – einer davon im Penaltyschießen – in Folge, konnte man durchaus selbstbewusst antreten. Das Ziel war klar: der nächste Sieg sollte her!

 

1. Drittel – Eisbären 1B dominiert das Spiel von der ersten Minute an

Von Beginn an machten die Eisbären den Gastgebern aus Nürnberg deutlich, dass man es ernst meinte und dieses Mal nicht gewillt war, das Spiel aus der Hand zu geben. So setzte sich die Mannschaft direkt überwiegend im gegnerischen Drittel fest und konnte bereits den ein oder anderen Warnschuss abgeben. Dabei agierte zunächst der Bears Schlussmann Michael Oßwald als bärenstarker Rückhalt seiner Mannschaft und war er doch geschlagen, so war es der Pfosten, der den frühen Führungstreffer der Gäste durch Max Reindl verhinderte. Als eben jener Würzburger Center nach einem Zuspiel von Ulf Lesczensky in der 7. Minute den Puck aufs gegnerische Tor schoss und die Scheibe vom Keeper direkt vor die Füße von Michael Hörner prallte, ließ dieser dem Gegner dann keine Chance mehr und verwandelte zur umjubelten 1:0 Führung. Auch danach blieben die Würzburger konzentriert und erlaubten den Bears nur selten Entlastungsangriffe, die oftmals in unfreiwilligen Icing-Pfiffen endeten. In der 17. Minute war es dann eine misslungene Befreiung der Bears aus dem eigenen Drittel, die direkt am Schläger des Eisbären-Kapitän Benjamin Wiedenhofer landete. Dieser feuerte per Schlagschuss-Direktabnahme die Scheibe Richtung gegnerisches Tor, wo der Puck zwar noch die Schulter des Nürnberger Schlussmannes streifte, aber dennoch vom Innenpfosten den direkt Weg ins Netz zum 2:0 fand. Die Freude darüber, nicht zuletzt beim Torschützen selbst, hallte sogleich durch das Stadion. Kurze Aufregung gab es unmittelbar vor der Pausensirene, als die Scheibe von hinter dem Würzburger Tor plötzlich in selbigem landete. Was war passiert? Die nicht ganz korrekt angebrachten Tore hatten ein durchrutschen des Hartgummis unter dem Gestänge ermöglicht, doch die fairen Gegner gestanden dies sogleich ein und so wurde der Treffer, der keiner war, auch nicht anerkannt. Für die Eisbären ging es also mit zwei Toren Vorsprung und dem Wissen, das Spiel bis jetzt bestimmt zu haben, in die erstes Pause.

 

2. Drittel – Auch das Mitteldrittel gehört den Würzburgern

Genau so weitermachen und sich nicht auf der Führung ausruhen war folglich die Marschroute der Coaches in der Unterbrechung. Dies setzte die Mannschaft gut um und kam so zu weiteren guten Möglichkeiten. So war es unter anderem einmal mehr der Pfosten, der nach einem Schlagschuss von Andy Bauer die Berührung lautstark zum Besten gab. Als in der 27. Minute nach einem Kontakt mit dem gegnerischen Schlussmann der Würzburger Jozsef Matei zwei Minuten wegen Torhüter-Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen musste und der Bestrafte nicht damit einverstanden war, kam es zur einzigen lauteren Auseinandersetzung eines ansonsten sehr fairen Spiels. Die Unterzahl wollten die Hausherren zum Anschluss nutzen, doch waren es die Würzburger, die aus dem Mehr an Platz Kapital schlugen: Wieder konnte Max Reindl den Puck im Mitteldrittel erobern, um dann aus zentraler Position Richtung Tor zu schießen. Dabei erwischte er genau eine Lücke und so stand es 0:3 für die Gäste. Allerdings waren noch  mehr als die Hälfte der Zeit zu spielen und somit nichts in trockenen Tüchern. Das wussten auch die Gastgeber, die nun für einige Minuten besser ins Spiel kamen, doch zu jedem Moment zeigte Iwan Siltschenko im Würzburger Tor, dass sich seine Vordermänner auf ihn verlassen konnten. Zählbares gab es damit in diesem Abschnitt auf beiden Seiten nicht mehr zu verzeichnen und so ging es mit besagter Drei-Tore-Führung in die zweite Unterbrechung.

 

3. Drittel – Konzentrierte Leistung im Schlussabschnitt sichert den Erfolg

Die Vorgabe für das letzte Drittel blieb gleich, denn was in den 40 Minuten zuvor gezeigt wurde, war durchaus ansehnlich und vor allem recht dominant gewesen. Zwar warfen die bis dahin an der Tabellenspitze platzierten Bears nochmal alles nach vorne, wurden aber immer wieder von der defensiv an diesem Tag gut stehenden Würzburger Mannschaft abgefangen. Die Versuche die Scheibe tief ins Drittel zu spielen und zu erlaufen zeigten ebenso keinen Erfolg und im Gegenzug konnten die Gäste noch den ein oder anderen gefährlichen Angriff, jedoch ohne weiteren Treffer, auffahren. So blieb es am Ende beim 0:3 und damit dem ersten Shutout der Würzburger in dieser Saison, sowie überhaupt in der 3. Liga West der DNHL. Überglücklich über diesen vierten Sieg in Folge und der daraus resultierenden (zwischenzeitliche) Tabellenführung, lag sich das Team im Anschluss jubelnd in den Armen.

 

Fazit – Vorgaben umgesetzt und somit einen ungefährdeten Sieg eingefahren

»Wir wollten heute unbedingt zeigen, dass die herbe Auftaktniederlage ein Ausrutscher war. Das ist uns sehr gut gelungen, denn ein leichter Gegner waren die Bears bei Leibe nicht,« so 1B-Coach Michael Saller nach dem Spiel. »Mich stimmt vor allem positiv, dass wir von der ersten Minute an konzentriert gespielt haben, niemals Zweifel an unserem Erfolg aufkam und das ganze Team füreinander gekämpft hat. Die Freude darüber ist groß, aber wir wissen auch, dass schon nächste Woche mit der Partie gegen die Noris Vikings eine weitere schwere Aufgabe auf uns wartet.« Die 1B-Mannschaft des ESV ist also angehalten, die Konzentration nicht zu verlieren, denn dann könnte man mit einem Sieg am Wochenende dem Saisonziel »Playoffs« noch einen Schritt näher kommen. Anpfiff für das Match gegen die Noris Vikings ist am kommenden Sonntag, 15. Januar 2016, um 19:00 Uhr im würzburger Eisbärengehege. Der Eintritt ist wie immer frei, der Imbiss versorgt durstige und hungrige Mäuler und die Mannschaft freut sich über zahlreiche Unterstützung!

 

Statistik

Aufstellung:

Nürnberg Bears
Tor:
M. Oßwald
Verteidigung: B. Weichs, N. Graf, L. Schöttner, M. Döltsch, F. Suljewic, D. Fuchs
Sturm: M. Hessel, M. Burckhardt „C“, D. Bayer, D. Wolfrum, F. Hammerbacher, M. Fries „A“, J. Braun, P. Rusch, C. Liedel

ESV Würzburg 1B
Tor: I. Siltschenko & R. Müller
Verteidigung: D. Brancaleoni, B. Wiedenhofer „C“, M. Saller, E. Kremer, D. Pätzold, A. Bauer „A“
Sturm: M. Hörner „A“, J. Matei, J. Fischer, R. Varga, U. Lesczensky, S. Durnev, D. Kleiner, M. Reindl, M. Maier

Tore:

0 : 1 | 07. Min. | M. Hörner (M. Reindl, U. Lesczensky)
0 : 2 | 17. Min. | B. Wiedenhofer
0 : 3 | 28. Min. | M. Reindl | UZ 4vs5

Strafzeiten:

Nürnberg Bears: 2 Min.
ESV Würzburg 1B:
8 Min.