2017-01-06 Devil-Ducks vs Eisbären 1B

Penalty Devil Ducks 3 : 5 Eisbären Würzburg 1B
06 Jan 2017 - 22:45Eishalle Höchstadt, Kieferndorfer Weg 76, 91315 Höchstadt

Auswärtssieg zum Jahresbeginn für die Eisbären 1B 

Höchstadt, 06. Januar 2017: Wie auch die 1. Mannschaft des ESV Würzburg, ging es für die 1B der Eisbären am Feiertag zum ersten Spiel des neues Jahres in die Ferne. Gastgeber in Höchstadt waren die Penalty Devil Ducks sein, welche man im Hinspiel am Nigglweg mit 7:2 besiegen konnte. Nachdem auch das letzte Spiel in Höchstadt gewonnen wurde, fuhren die Mannen um Spielertrainer Michael Saller mit breiter Brust, bei bis zu -17 Grad, nach Höchstadt. Spielbeginn war ursprünglich für 22:45 Uhr angesetzt, allerdings schienen das die Alligators aus Höchstadt vergessen zu haben, denn sie verließen in einem spannenden Spiel erst im Penaltyschießen als Sieger das Eis gegen den Deggendorfer SC. Somit begann das Spiel zirka 40 Minuten später und beide Mannschaften konnten das Oberligaspiel zu Ende schauen.

 

1. Drittel – Gedankenverlorenheit dreht fast das Spiel

Die Marschrichtung für das Spiel war vorgegeben und alle im Team waren sich einig, dass heute die nächsten drei Punkte auf die Habenseite kommen sollten. So begannen die Eisbären mit viel Druck im ersten Drittel und wollten die Vorgabe des Trainerteams „Schuss, Nachschuss, Tor“ bestmöglich umsetzen. Im Würzburger Tor stand wie zuletzt Iwan Siltschenko. In den ersten Minuten begann ein schnelles Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. In der 6. Spielminute sah der Unparteiische einen Wechselfehler auf Seite der Würzburger und so nahm Andy Bauer für zwei Minuten auf der Strafbank Platz um die Bankstrafe abzusitzen. Diese Strafe schien die Würzburger aufzuwecken und so punktete man 90 Sekunden später in eigener Unterzahl. Ein Konter durch Michael Hörner, dessen Schuss der Höchstädter Goalie Heiko Weber noch parieren konnte, wurde vom vor dem Tor lauernden Max Reindl per Rebound zum 0:1 aus Würzburger Sicht verwandelt. Eine reichliche Minute später waren es erneut die beiden Würzburger Akteure, die dieses Mal allerdings in umgekehrter Reihenfolge, das 0:2 verantworteten. Max Reindl passte auf Michael Hörner und dieser schob den Puck am Goalie vorbei. Trotz der früher 2-Tore-Führung hieß es nun auf der Würzburger Bank weiter konzentriert bleiben. Die geforderte Konzentration konnte aber nur vier Minuten aufrecht gehalten werden und so erzielten die Ducks in der 13. Minute den Anschlusstreffer durch David DeMonte. Was war passiert? Der Höchstädter Kapitän Florian Zick, marschierte mit Geschwindigkeit ins Würzburger Drittel und schoss aufs Tor. Diesen Schuss konnte der Würzburger Goalie Iwan Siltschenko noch parieren, danach lag der Puck allerdings hinter ihm frei vor dem eigenen Tor. Der Würzburger Verteidigung fehlte die Übersicht und so war es letztendlich DeMonte, der den Puck ohne Probleme über die Linie schob. Bereits 27 Sekunden später schlug er erneut im Würzburger Tor ein, als Boris Anderson im Alleingang mit einen gezielten Schuss den 2:2 Ausgleichstreffer erzielte. Die Würzburger schienen nun etwas verunsichert und man versuchte auf der Bank wieder die nötige Konzentration zu finden. In der 15. Spielminute war es dann soweit. Matthias Maier gewann das Bully im gegnerischen Drittel, passte auf Andy Bauer an der Blauen Linie und dieser packte einen seiner berüchtigten Schlagschüsse aus und traf zum 2:3, welches gleichzeitig den Pausenstand markierte.

 

2. Drittel – Anpassung an gegnerische Spielweise bringt Ausgleich

Die Pausenansprache des Coaches blieb kurz, hatten sich die Spieler doch von alleine wieder gefangen, man lag vorne und so ging es in das 2. Drittel. Es waren knapp zwei Minuten gespielt, als Michael Hörner wegen Beinstellens zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste. Durch sehr gutes Unterzahlspiel blieb dies allerdings ohne zählbare Folgen für den ESV. Ein in der Folgezeit erzieltes Würzburger Tor, wurde aufgrund eines Torraumabseits nicht gegeben und in der 28. Spielminute stand das erste Würzburger Powerplay auf dem Plan. Der Ducks-Spieler Markus März saß zwei Minuten wegen Beinstellens auf der Bank, aber die Würzburger verpassten es einen Treffer zu erzielen. In der 36. Minute war es wieder D. DeMonte, der mit seinem Pass auf den Kapitän F. Zick den Ausgleichstreffer zum 3:3 vorbereitete. Kurz vor Ende des 2. Drittels musste dann der Würzburger Matthias Maier zwei Minuten wegen unkorrektem Körperangriff das Eis verlassen, aber die Würburger ließen kein weiteres Tor zu.

 

3. Drittel – Wille und Kampfgeist entscheiden

Die Ansprache im Drittel war deutlich und der Würzburger Coach Michael Saller weckte die Mannschaft auf und wollte zu dem Würzburger Spiel zurück finden, welches im 1. Drittel über lange Zeit so erfolgreich war. Das nahmen sich die Jungs zu herzen und so dauerte es nur vier Minuten im letzten Drittel, bis der Puck erneut im Netz einschlug. Der Schuss vom Würzburger Assistenz-Coach Michael Hörner, wurde vom vor dem Tor platzierten Jozsef Matei zum 3:4 Führungstreffer für die Würzburger abgefälscht. In der 53. Spielminute kam es erneut zu einem Wechselfehler auf Würzburger Bank, nachdem Max Reindl nach Ansicht des Unparteiischen das Eis zu langsam verließ und Andy Bauer ein wenig zu schnell die Bank zur Wechselzone verließ. Nach kurzem Unverständnis auf Würzburger Seite nahm Sergej Durnev auf der Strafbank platz und saß die zwei Minuten ab. Man merkte, dass die Ducks nun nochmal Druck aufbauen wollten um den Ausgleichstreffer zu erzielen und damit in der Verlängerung mindestens einen Punkt zu behalten. Glücklicherweise sollte es aber anders kommen. In der 57. Spielminute gab es erneut das Bully im Drittel der Ducks und wie auch beim 3. Würzburger Treffer, gewann Matthias Maier das Bully, passte auf Andy Bauer und dieser erzielte sein 2. Tor des Abends von der Blauen Linie zum 3:5. In den letzten Minuten passierte nicht mehr viel, sodass sich Würzburg mit dem 3. Sieg im 4. Spiel von seinen fünf mitgereisten Fans verabschiedete.

 

Fazit – Gute taktische Einstellung wird belohnt 

„Wir haben heute kraftvoll begonnen und unseren Spielplan in den ersten Minuten gut umgesetzt“, so Kapitän Benjamin Wiedenhofer nach dem Spiel. Aus Sicht der Würzburger wurde es unnötig spannend durch die beiden gegnerischen Tore im 1. Drittel. Der Würzburger Coach Michael Saller führt weiterhin aus: „Im 2. Drittel haben wir uns zu sehr auf das Spiel der Ducks eingelassen und nicht unser Spiel gespielt, dies hat die Räume geöffnet und den Ausgleichstreffer durch die Ducks ermöglicht. Die taktische Umstellung im letzten Drittel war die notwendige Reaktion um die drei Punkte mit nach Würzburg zu nehmen. Ein Dank an dieser Stelle nochmal an die 3. Reihe, welche die Entscheidung hingenommen hat und weiterhin die Mannschaft von der Bank aus unterstützt hat.“ Wie auch bei den Eisbären geht es am Sonntag für die 1B erneut zum Auswärtsspiel. Wieder ist Höchstadt das Ziel und dieses Mal ist man zu Gast bei den Nürnberg Bears, bei denen man nach der 2:7-Niederlage im Hinspiel in Würzburg noch eine Rechnung offen hat.

 

Statistik

Aufstellung:

Penalty Devil Ducks
Tor:
H. Weber
Verteidigung: M. Wittmann, R. Schwarz, D. DeMonte
Sturm: F. Zick „C“, S. Kaiser, K. Wittmann, B. Anderson, J. Ammon, M. März, P. Schwarz

ESV Würzburg 1B
Tor: I. Siltschenko & N. Lugauer
Verteidigung: D. Brancaleoni, B. Wiedenhofer „C“, M. Saller, E. Kremer, D. Pätzold, A. Bauer „A“
Sturm: M. Maier, M. Hörner „A“, J. Matei, J. Fischer, R. Varga, U. Lesczensky, S. Durnev, D. Kleiner, M. Reindl

Tore:

0 : 1 | 07. Min. | M. Reindl (M. Hörner)
0 : 2 | 08. Min. | M. Hörner (M. Reindl)
1 : 2 | 12. Min. | D. DeMonte (F. Zick)
2 : 2 | 12. Min. | B. Anderson
2 : 3 | 16. Min. | A. Bauer (M. Maier)
3 : 3 | 37. Min. | F. Zick (D. DeMonte)
3 : 4 | 45. Min. | J. Matei (M. Hörner)
3 : 5 | 57. Min. | A. Bauer (M. Maier)

Strafzeiten:

Penalty Devil Ducks: 2 Min.
ESV Würzburg 1B:
8 Min.