2017-01-20 Eisbären vs Pfaffenhofen

Eisbären Würzburg 7 : 3 EC Pfaffenhofen 1B
20 Jan 2017 - 20:00Eisbahn am Nigglweg, Würzburg

Gut präparierte Eisbären fahren klaren Heimsieg ein

Würzburg, 20.01.2017: Nach dem Auswärtsdebakel, in dem man innerhalb 30 Sekunden gleich 3 Shorthander kassierte, wollte man wieder Konzentration und Stärke auf heimischen Eis zeigen und gegen das punktgleiche Team aus Pfaffenhofen Boden gut machen. Mit Siegeswillen und klarer taktischer Marschroute von Head-Coach Oli Lang ging es am Freitagabend um 20:00 Uhr im Eisbärengehege in diese Partie. 

 

1. Drittel – Eisbären beginnen mit starkem Auftritt

An diesem Freitag hatten nur zirka 50 Besucher den Weg ins Eisbärengehege gefunden, sei es aufgrund der eisigen Temperaturen oder aufgrund des verschobenen Termins (Anm. d. Redaktion:  Das Spiel war ursprünglich am 11.11.16 angesetzt und durch Pfaffenhofen abgesagt), aber diese sollten von Beginn an eine kämpfende Mannschaft sehen. Es waren gerade zwei Minuten gespielt, als der Pfaffenhofener Spieler André Oesterreich eine 2-Minuten-Strafe wegen eines Hohen Stocks bekam und es dauerte nur 10 Sekunden, bis die Eisbären das Powerplay ausnutzten. Der Puck lief von Felix Menzel auf Florian Mundl, der weiter auf Stan Kacir passte, welcher den Puck am gegnerischen Goalie vorbei ins Tor beförderte. Der Jubel war groß – es stand 1:0 und gleichzeitig wurde ein Tor im Powerplay erzielt, was zuletzt eine kleine Schwäche der Eisbären war. Vier Minuten später musste allerdings auch der Würzburger Goalie Alexander Weiß das erste Mal hinter sich greifen. A. Oesterreich spielte den Puck zu Matthias Pfab und dieser verwandelte zum 1:1 Ausgleich. Die weiteren Überzahlspiele im ersten Drittel, in der achten Minute saß Jan Hofbauer zwei Minuten wegen eines Bandenchecks und in der 11. Minute Florian Bochnak wegen Behinderung, konnten der ESV leider nicht nutzen um ein weiteres Tor zu erzielen. Die Gäste aus Pfaffenhofen taten dies aber gleich und konnten ihrerseits das Powerplay in der 17. Spielminute, verursacht durch Charles Müller wegen Unkorrektem Körperangriffs, aber glücklicherweise auch nicht nutzen und so ging es mit dem Zwischenstand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Beim Pausenspiel »Triff das Tor« versenkte ein Teilnehmer zum zweiten Mal in dieser Saison alle drei Pucks im Tor und konnte sich so über einen Gutschein des Hauptsponsors Kauzenbräu sowie einen ESV-Fanschal freuen. Den Kasten spendete er den Eisbären.

 

2. Drittel – Eisbären lassen Chancen verstreichen

Die Mannschaften kamen nun motiviert aus der Kabine und man sah den Eisbären an, dass diese am heutigen Tag einen Heimsieg gegen die 1B aus Pfaffenhofen einfahren wollten. Es dauerte nur 62 Sekunden, bis Philipp Schünemann wegen Behinderung für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nahm. Wie bereits zuvor konnten die Eisbären allerdings kein Kapital aus der numerischen Überzahl schlagen und es schien teilweise so als spielten sie selbst in Unterzahl. In der 25. Spielminute klingelte es dann aber erneut im Kasten der Gäste. Pavel Savchenko spielte den Puck zu Max Zösch und dieser verwandelte zum 2:1 Führungstreffer für die Würzburger Eisbären. In den kommenden Spielminuten erlebten die Fans einen weiteren offenen Schlagabtausch ohne zählbare Ergebnisse auf beiden Seiten. In den letzten beiden Spielminuten des Drittels überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst musste Max Federl wegen Hohen Stocks für zwei Minuten in die Kühlbox und knapp 60 Sekunden später wurde auch schon die nächste Strafe ausgesprochen: Für den Pfaffenhofener Jan Hofbauer war der Eishockeyabend nach einem Check gegen Kopf- und Nackenbereich mit der Anschließenden 5 + Spieldauerstrafe gelaufen. Die Eisbären hatten nun im 2. Drittel noch 53 Sekunden doppelte Überzahl, konnten diese aber wie so oft nicht verwerten und so ging es mit dem Zwischenstand von 2:1 in die 2. Drittelpause.

 

3. Drittel – Spielstarke Eisbären nutzen diesmal ihre Torchancen  

Es waren nur 14 Sekunden gespielt und die erste Strafe für Pfaffenhofen gerade abgelaufen, als Max Bienlein den Puck von hinter der Mittellinie einfach mal in Richtung des Würzburger Tores schoss und irgendwie fand dieser seinen Weg am Würzburger Goalie vorbei. Der Shorthander, ein Ausgleichstreffer in Unterzahl hatten die Würzburger Spieler und auch die Fans nicht erwartet und die ersten Befürchtungen eines drehenden Spiels kamen auf. In der 43. Minute bekamen die Eisbären dann allerdings die nächste Chance in doppelter Überzahl zu spielen, da Pfaffenhofen ein kleine Bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis bekam. Die 2 Minuten wurde von Florian Bochnak abgesessen und dieses Mal dauerte es nur 18 Sekunden bis die Heimfans wieder jubeln durften. Dimitri Kusmin spielte den Puck vor dem gegnerischen Tor auf Dominik Reiß und dieser hatte kein Problem, die Scheibe im Tor unterzubringen und den erneuten Führungstreffer zum 3:2 herzustellen. Die folgende Strafe der Gäste durch Marius Schorr wegen eines Beinstellens blieb ohne zählbaren Erfolg und trotz der Führung war eine angespannte Atmosphäre wahrzunehmen, brachten sich doch die Eisbären selbst das ein oder andere Mal um ihre Chancen. Nach dem Seitenwechsel kam nun endlich auch das Scheibenglück zur Heimmannschaft am Nigglweg zurürck und in den letzten 10 Minuten bekamen die Zuschauer noch fünf weitere Tore zu sehen. In der 51. Minute eröffnete Felix Menzel den Torreigen auf Zuspiel von Dimitri Kusmin und Dominik Reiß zum 5:2 und nur 51 Sekunden später ließ er erneut die Heimzuschauer jubeln. Dieses Mal passte Stan Kacir auf Felix Menzel und das 6:2 stand auf der Anzeigetafel. Die aufkommende Euphorie auf der Würzburger Bank bekam 75 Sekunden später einen Dämpfer, als A. Oesterreich auf Zuspiel von F. Bochnak auf 6:3 verkürzte. Dieses Mal fanden die Würzburger die richtige Antwort und in der 54. Minute stellte Charles Müller auf Zuspiel von Felix Menzel und Stan Kacir den 7:3 Endstand her. In der folgenden Unterzahl, der Würzburger Kapitän Jasper Pleyer saß zwei Minuten wegen Unkorrektem Körperangriffs, ließ das Team von Head-Coach Oli Lang allerdings keinen Gegentreffer mehr zu. Drei Minuten vor Ende des Spiels wurde es nochmal ruhig im Eisbärengehege. Dimitri Kusmin landete in der Bande und blieb benommen auf dem Eis liegen –  nach der Erstbehandlung wurde dieser ins Krankenhaus gefahren. Wir wünschen ihm an dieser Stelle eine schnelle Genesung und gute Besserung und hoffen, dass in den beiden letzen Heimspiele zu keinen weiteren Verletzungen mehr kommt.

 

Fazit

Am Ende der Partie gewinnen die Eisbären verdient mit 7:3 gegen die 1B aus Pfaffenhofen und können sich nach der Niederlage in Ingolstadt gestärkt zurückmelden. »Besonders gefreut hat mich heute die Disziplin meiner Mannschaft. Mit lediglich zwei Strafen hatten wir am Ende dann auch einfach noch mehr Kraft in den Beinen und konnten so bis zum Schluss spielbestimmend auftreten.«, erklärte Oli Lang nach dem Spiel. Nun heißt es am Sonntag im letzten Derby der Saison den nächsten Sieg gegen die 1B aus Schweinfurt einzufahren um nochmal 3 wichtige Punkte einzusammeln.

 

Statistik:

Aufstellung:

ESV Würzburg
Tor: A. Weiß, M. Dresel
Verteidigung: A. Durnev, D. Kusmin, C. Müller „A“,Y. Schulz, F. Mundl, J. Filipp,  
Sturm: S. Kacir, F. Menzel, J. Pleyer „C“, A. Dresel „A“, K. Niedermüller, M. Zösch, D. Reiß, L. Wetterich, P. Savchenko, M. Mustaf, L. Zikeli, J. Foerster

EC Pfaffenhofen 1B
Tor:
T. Walter
Verteidigung: C. Gräber, M. Bienlein, S. Schorr, P. Schünemann, M. Federl
Sturm: J. Hofbauer, M. Schorr, P. Riegler „C“, F. Bochnak „A“, A. Oesterreich „A“, R. Nemazal, M. Pfab

Tore:

1 : 0 | 03. Min. | S. Kacir (F. Mundl, F. Menzel)
1 : 1 | 07. Min. | S. Schorr (A. Oesterreich)

2 : 1 | 25. Min. | M. Zösch (P. Savchenko)

2 : 2 | 41. Min. | M. Bienlein
3 : 2 | 44. Min. | D. Reiß (D. Kusmin)
4 : 2 | 51. Min. | F. Menzel (D. Kusmin, D. Reiß)
5 : 2 | 52. Min. | F. Menzel (S. Kacir)
5 : 3 | 53. Min. | A. Oesterreich (F. Bochnak)
6 : 3 | 53. Min. | K. Niedermüller (A. Dresel)
7 : 3 | 54. Min. | C. Müller (F. Menzel, S. Kacir)

Strafzeiten:

ESV Würzburg: 4 Min.
ERC Regen: 21 Min. + 20 Min.