2015-11-15 EHC Luchs vs. ESV 1B

EHC Luchs 7 : 3 ESV Würzburg 1B
15 Nov 2015 - 09:30Eishalle, Höchstadt

Katastrophen-Drittel kostete 1B erneut ein erfolgreiches Ergebnis

 

Höchstadt/Würzburg, 16. November 2015: „Abschütteln, Blick nach vorne und konzentriert weiter arbeiten!“. Das war die Devise der Eisbären 1B nach der Niederlage im ersten Spiel der noch jungen DNHL Saison. Das umzusetzen und die Fehler der Vorwoche nicht mehr zu machen war das oberste Ziel für das kommende Spiel. Dieses Mal war man bei der Truppe des EHC Luchs in Höchstadt zu Gast – wie auch der Gegner in der Vorwoche eine absolute Unbekannte.

Nach einigen verletzungs- und krankheitsbedingten Absagen, war es bis kurz vor Spiel nicht klar, mit wie vielen Reihen man antreten könne. Letztlich verfügte Coach Michael Saller jedoch über zwei komplette Reihen sowie zwei Ergänzungsspieler. Im Tor begann Robin Müller, der trotz der doch recht frühen Zeit des Anpfiffs – es war gerade 9:30 Uhr am Sonntag Morgen – direkt hellwach war. Im Anfangs-Drittel arbeitete die Mannschaft wie vom Trainer gewünscht ruhig aus der Defensive und erspielte sich bereits in der 3. Minute in Überzahl die erste große Chance, die Michael Hörner, nach Assist von Jozsef Matei, zum Torerfolg verwandelte. Man hatte die Gastgeber kalt erwischt. Obwohl es nun zur ein oder anderen gegnerischen Chance kam, parierte der Würzburger Schlussmann und sorgte so bei seinen Vorderleute weiterhin für Sicherheit im Spielaufbau. In der 15. Minute war es erneut Michael Hörner, der im Mitteldrittel einen Pass abfing, mit einem schnellen Konter die ansonsten sehr starken Defensive des EHC überwinden konnte und den Puck sicher im Netz versenkte. Diese zwei Tore Führung hätte kurz vor der Pausensirene sogar noch ausgebaut werden können, doch dieses Mal scheiterte man an der gut organisierten Abwehr der Luchse. Dennoch konnten die Würzburger zufrieden mit dem bisherigen Spielverlauf sein: man wollte auch im nächsten Drittel einfach so weiterspielen.

Doch offensichtlich hatten einige Akteure auf dem Eis noch die Partie der Vorwoche im Kopf und so blockierte sich quasi die komplette Truppe mit Beginn des 2. Drittels selbst. Dem 1:2 Anschlusstreffer in der 23. Spielminute durch Waldemar Wasemiller, Florian Schneider hatte dessen Pass blocken wollen und unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht, folgte nur eine Minute später der Ausgleich durch Luchs-Kapitän Max Roth. Nun nahm der Würzburger Coach die Auszeit um seine Jungs zur Besinnung zu bringen. Das hatte jedoch nur kurz Wirkung und so folgte der Führungstreffer der Heimmannschaft durch Eugen Miller in der 29. Minute. Wie bei allen Gegentreffern war Robin Müller im Würzburger Tor chancenlos. So auch beim 4:2 in der 33. Minute als Vjacelsav Romankov, nach einem bösen Schnitzer von Eisbären 1B Kapitän Benjamin Wiedenhofer, seine Chance eiskalt ausnutzte. Den vielleicht entscheidenden Treffer des Spiels jedoch erzielten die Luchse in der 36. Minute in Unterzahl, als Artur Schröder wegen Haken zwei Minuten auf der Strafbank saß. Trotz der ein oder anderen Chance in dieser Phase, konnte ein Konter erneut von Max Roth verwandelt werden und so stand es zum Abschluss dieses Drittels 5:2 aus Sicht der Hausherren. 20 katastrophale Minuten der Würzburger hatten sich eben auf dem Eis abgespielt und zeigten sich nun im Ergebnis auf der Anzeigentafel wieder.

Auch wenn den Würzburger Schlussmann keine Schuld traf, wechselte man für das letzte Drittel die Goalies. Nun konnte sich Robin Lindner zwischen den Pfosten beweisen, der diese Gelegenheit auch Bravourös nutzte. Ein ums andere Mal verhinderte er einen größeren Rückstand und so kam es, dass in der 50. Spielminute ein Schuss von Florian Schneider nach der Parade des EHC Goalies zu Johannes Fischer abprallte, der die Scheibe im gegnerischen Tor unterbrachte. War hier noch etwas zu holen? Kurz keimte Hoffnung auf. Diese wurde jedoch in der 54. Minute durch eine unübersichtliche Szene vor dem Tor der Würzburger erstickt – Paul Hübner nutze die Situation und brachte sein Team ein weiteres Tor in Führung. Nun war das Spiel gelaufen, was man der Eisbären 1B auch anmerkte, als der abschließende Treffer zum 7:3 Endstand durch Artur Schröder fiel. Auch hier traf den Torhüter keine Schuld. 

„Wir haben uns wieder im zweiten Drittel die Butter vom Brot nehmen lassen. Das ist mir absolut unerklärlich,“ so der Würzburger Kapitän nach dem Spiel. „Unsere Goalies haben uns heute, wie letzte Woche schon, absolute Sicherheit geliefert, und dennoch agieren wir über Teile des Spiels viel zu nervös. Das darf nicht passieren!“ Somit ist auch klar, woran die Würzburger diese Woche arbeiten werden. Immerhin endete das Spiel dieses Mal ohne weitere Blessuren, was ja auch schon mal ein Fortschritt ist. Danke an dieser Stelle an Norman Lugauer, den Schiedsrichter aus den Würzburger Reihen, der durch seinen Einsatz als Unparteiischer die Partie überhaupt erst möglich gemacht und das faire Spiel beider Seiten über die komplette Zeit im Griff hatte.

Die nächste Möglichkeit auf den hoffentlich ersten Sieg und die dazugehörigen Punkte in der 3. Liga der DNHL zu holen besteht am kommenden Sonntag, 22.11.2015, wenn die Jungs des EHC Luchs zum Rückspiel an den Nigglweg kommen. Die Eisbären 1B würde sich über Fans freuen, wenn das Spiel um 9:30 Uhr angepfiffen wird.

Hier ein paar Impressionen des Spiels:

 

Aufstellung:
EHC Luchs: D. Paskewski (T), V. Karasev, E. Jenner, A. Schröder, A. Wist, C. Gruber (alle V), E. Miller, M. Roth „C“, W. Wasemiller, V. Romankov, S. Kechter „A“, A. Werwein, V. Ruder, P. Hübner, W. Wall, S. Woloschin (alle S)

ESV Würzburg 1B: R. Müller, R. Lindner (beide T), M. Winter, B. Wiedenhofer „C“, U. Dillenz, F. Schneider „A“ (alle V), M. Hörner „A“, J. Matei, A. Hallmeyer, J. Fischer, U. Leszensky, R. Varga, K. Klaus, M. Roth (alle S)

Tore:
0 : 1 | 03. Min. | M. Hörner (J. Matei)
0 : 2 | 15. Min. | M. Hörner
1 : 2 | 23. Min. | W. Wasemiller
2 : 2 | 24. Min. | M. Roth (W. Wasemiller)
3 : 2 | 29. Min. | E. Miller (M. Roth)
4 : 2 | 33. Min. | V. Romankov
5 : 2 | 36. Min. | M. Roth (W. Wasemiller)
5 : 3 | 50. Min. | J. Fischer (F. Schneider)
6 : 3 | 54. Min. | P. Hübner (W. Wall)
7 : 3 | 57. Min. | A. Schröder

Strafzeiten: 
EHC Luchs: 4 Min.
ESV Würzburg: –